Wie oft muss das Treppenhaus geputzt werden?
Eine gesetzlich festgeschriebene Mindesthäufigkeit gibt es in Deutschland nicht. Was zählt, ist der ortsübliche Standard: In Mehrfamilienhäusern gilt wöchentliches Wischen der Treppenstufen, Handläufe und Bodenflächen als Mindestanforderung. Bei stark frequentierten Häusern — etwa Gebäuden mit Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss oder vielen Bewohnern — kann zweimal pro Woche angemessen sein.
Ein grober Orientierungsrahmen:
- 1–4 Wohneinheiten: 1× wöchentlich reicht meist aus.
- 5–10 Einheiten: 1–2× wöchentlich je nach Nutzung.
- Mehr als 10 Einheiten oder Aufzug vorhanden: häufig professionellen Dienst beauftragen.
Sonderreinigungen außerhalb des Turnus — zum Beispiel nach Umzügen oder bei starker Verschmutzung — muss derjenige veranlassen und ggf. bezahlen, der sie verursacht hat.
Was gehört zur Treppenhausreinigung?
Der Umfang umfasst typischerweise: Kehren und Wischen der Treppenstufen, Zwischenpodeste und Eingangsbereiche; Abwischen der Handläufe; Reinigung der Fußmatten; bei Bedarf Fenster im Treppenhaus sowie Briefkastenanlagen. Keller- und Außentreppen können je nach Mietvertrag dazugehören oder als Sonderposition gelten.
Nicht zum Standardumfang zählen hingegen Fensteraußenreinigung, Fassadenpflege oder die Grundreinigung nach Bauphasen — diese fallen als einmalige oder seltene Leistungen an und werden gesondert beauftragt und berechnet.
Mieterrotation oder fester Dienstleister — was passt?
In kleinen Häusern mit zwei bis vier Parteien funktioniert ein Rotationsplan meist reibungslos. Der Aufwand je Haushalt hält sich in Grenzen, und Nachbarschaft und Fairness wirken als natürliche Kontrollmechanismen. Bei größeren Objekten entstehen schnell Koordinationsprobleme: Krankenstand, Urlaub, Konflikte über Putzqualität oder vergessene Wochen.
Ab etwa sechs Wohneinheiten lohnt sich der Vergleich mit einem professionellen Dienst. Die Kosten von ca. 8–20 € je Wohneinheit pro Monat lassen sich als Betriebskosten auf die Nebenkosten umlegen — sofern das im Mietvertrag vorgesehen ist. Ein Dienstleister dokumentiert die Einsätze, haftet für Schäden und hält den Turnus zuverlässig ein.