Vom Landhaus in Frohnau bis zum Märkischen Viertel
Reinickendorf ist baulich zweigeteilt. Im Norden, in Frohnau und Hermsdorf, stehen Landhäuser mit Sprossenfenstern, bei denen jedes einzelne Feld eigene Kantenarbeit verlangt. Ein paar Kilometer südlich beginnt mit dem Märkischen Viertel die Welt der Hochhaussiedlungen aus den 1960er Jahren, dort sind die Wohnungsfenster groß geschnitten und schnell sauber. Beide Gebäudetypen kosten unterschiedlich viel Zeit.
Sprossen sind der größte Preistreiber im Bezirk. Ein Landhausfenster mit zwölf Feldern braucht ein Vielfaches der Zeit einer glatten Scheibe, weshalb manche Anbieter solche Fenster nach Aufwand statt nach Stückpreis kalkulieren. Altbau-Kastenfenster stehen in Alt-Reinickendorf und in Teilen von Tegel noch in vielen Wohnungen; hier gilt der Aufpreis von 2–4 € je Fenster. Fragen Sie nach, wie der Anbieter zählt: pro Flügel oder pro Fenster.
In den Zeilenbauten von Wittenau und Alt-Reinickendorf sind die Fenster meist einheitlich. Zwölf bis achtzehn Stück pro Wohnung sind normal. Bei 2,50 € je Fenster landet ein solcher Auftrag bei 30–45 € und damit genau am Mindestauftrag. Glasfassaden an Hochhäusern oder Wintergärten gehören nicht hierher; dafür ist die Glasreinigung zuständig.
